Spezifische informationen

    • Täglich von 7:00 bis 19:00 Uhr geöffnet.
  • Ortstyp: Denkmäler
  • Hinweis: https://www.parrocchiasandaniele.it/storia-e-arte/duomo-di-san-michele-arca

Die Kathedrale dominiert mit ihrer strahlend weißen Fassade die Mitte des Platzes. Das heutige Bauwerk ist das Ergebnis einer langen Geschichte von Umbauten und Erweiterungen, die im 18. Jahrhundert ihren Höhepunkt fanden.

Im Inneren beherbergt die Kathedrale bedeutende skulpturale Werke, darunter den imposanten barocken Hochaltar, den Francesco Fosconi 1735 schuf; er wird flankiert von Statuen des Erzengels Michael, bewaffnet mit einem Speer, und des Propheten Daniel, der mit dem Finger zum Himmel weist. Besonders bemerkenswert ist das Taufbecken, das von einer Statue des heiligen Johannes des Täufers aus weißem Stein gekrönt wird – ein Werk von Carlo da Carona, einem Schüler Pilacortes, der um 1500 in Norditalien tätig war.
Die wertvollen Originalgemälde, die einst die Kirche schmückten – darunter das Altarbild von Pordenone und Skizzen von Giambattista Tiepolo –, wurden schließlich in Sicherheit gebracht und durch Kopien ersetzt. Im Jahr 1849 erhielten die Steinmetze Pietro und Leonardo Fantoni den Auftrag, den Boden des Mittelschiffs aus schwarzem und weißem Marmor neu zu gestalten.

Im Jahr 1982 schuf der Bildhauer Nino Gortan das Bronzeportal, das Tod und Auferstehung Christi darstellt, während die Seitentüren mit Darstellungen der vier Evangelisten versehen sind und dem Barockensemble eine zeitgenössische Note verleihen.

Die historische Entwicklung

Bereits um das Jahr 1000 existierten ein erster Dom und ein Glockenturm, die mehr oder weniger an der heutigen Stelle errichtet worden waren. Im Jahr 1348 wurde die Kirche durch ein schweres Erdbeben stark beschädigt; anschließend wurde sie im romanischen Stil wiederaufgebaut und 1372 geweiht. Während der feierlichen Weihezeremonie, die von drei Bischöfen vollzogen wurde, wurden bedeutende Reliquien im Hochaltar beigesetzt – darunter ein Fragment des Kreuzes, an dem der heilige Andreas den Märtyrertod erlitten hatte (ein Symbol, das später Eingang in das Stadtwappen fand), sowie Reliquien von Heiligen, die in der Lombardei besonders verehrt wurden. Zu Beginn des 15. Jahrhunderts erfuhr der Dom eine weitere Ausbauphase: Im Jahr 1400 wurde das Taufbecken aus der Kirche San Daniele Profeta hierher verlegt, und im darauffolgenden Jahr begannen die Erweiterungsarbeiten, die 1433 abgeschlossen wurden.

Das monumentale Erscheinungsbild, das die Kathedrale heute prägt, nahm im 18. Jahrhundert Gestalt an. Zwischen 1703 und 1709 entwarf und errichtete der venezianische Architekt Domenico Rossi die Fassade, während der renommierte Steinmetz Francesco Fosconi 1712 die eindrucksvolle Freitreppe und die Balustraden ausführte. Von 1724 bis 1729 arbeitete der Architekt Luca Andrioli am Bereich des Presbyteriums und errichtete den neuen Chor, die Sakristeien, die Seitenkapellen sowie das Querschiff. Die 1725 begonnenen Umbauarbeiten wurden 1788 abgeschlossen und verliehen der Kathedrale ihre heutige barocke Gestalt. Domenico Rossi zeichnet zudem für die markante Doppelkuppel verantwortlich, durch die das Gebäude in der Silhouette der Stadt sofort wiedererkennbar ist. Im Jahr 1852 wurde das Umfeld weiter umgestaltet: Die zur Via Garibaldi hin gelegene Uferböschung wurde verbreitert und begradigt – eine Maßnahme, die die Schließung der alten Via San Tomaso erforderlich machte.