Spezifische informationen

    • Montag: von 8.30 bis 12.30 Uhr
    • Mittwoch: von 8.30 bis 12.30 Uhr
    • Freitag: von 8.30 bis 12.30 Uhr
    • Samstag: von 8.30 bis 12.30 Uhr
    • Sonntag: von 8.30 bis 12.30 Uhr
  • Ortstyp: Museen
  • Hinweis: https://www.museosandaniele.it/

Das Museum befindet sich im Kreuzgang des ehemaligen Dominikanerklosters aus dem 17. Jahrhundert.

Archäologische Abteilung

Dieser Bereich präsentiert Artefakte, die bei Ausgrabungen und Funden im Gebiet von San Daniele geborgen wurden. Besonders hervorzuheben sind die Fundstücke aus der Nekropole „Cava“ aus dem 1. Jahrhundert n. Chr., darunter Keramik, Werkzeuge aus Knochen, Schmuck aus Bronze und Silber, Münzen sowie Glasobjekte. Ebenfalls ausgestellt sind Funde aus römischen Landvillen, wie etwa Amphoren, Ziegelfragmente und landwirtschaftliche Geräte.

Abteilung für sakrale Kunst

Die Sammlung umfasst bedeutende Werke, darunter Steinskulpturen wie eine *Geburt Christi* von Francesco da Milano und eine *Madonna vom Berge Karmel* von Eugenio Pini aus dem 16. und 17. Jahrhundert. Zu den herausragenden Stücken unter den Polyptychen zählt ein venezianisches Altarretabel aus geschnitztem und vergoldetem Holz aus dem Jahr 1441, das Paolo di Amedeo und Michele Giambono zugeschrieben wird. Ebenfalls bemerkenswert ist die *Beweinung Christi* (1488) – ein Werk des bayerischen Bildhauers Leonardo Thanner, der in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts im Friaul tätig war. Das ursprünglich für die Kirche La Fratta geschaffene Werk befand sich nacheinander im Monte di Pietà (1797–1920) und in der Kirche Sant’Antonio (1920–1990), bevor es schließlich im Museum aufgestellt wurde.

Jüdische Abteilung

Dieser Bereich bewahrt schriftliche und fotografische Zeugnisse der jüdischen Präsenz in San Daniele del Friuli vom 16. Jahrhundert bis in die frühen Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts – ein bedeutender Bestandteil der Lokalgeschichte. Die im 16. Jahrhundert dauerhaft etablierte Gemeinde spielte eine Schlüsselrolle im wirtschaftlichen und sozialen Leben der Stadt, insbesondere durch das Pfandleihwesen und den Handel. Im Laufe der Zeit trugen Familien wie die Nantuas, Luzzattos und Gentillis zur Entwicklung der Region bei und waren vollständig in das städtische und soziale Gefüge integriert. Nach Phasen des Wandels, geprägt von Vertreibungen und Rückkehr, schrumpfte die Gemeinde allmählich, bis sie schließlich in den jüdischen Gemeinschaften von Udine und Görz (Gorizia) aufging. Der jüdische Friedhof aus dem 18. Jahrhundert bewahrt das greifbarste Zeugnis einer jahrhundertelangen Präsenz, die eng mit der Geschichte von San Daniele verknüpft war.

Abschnitt „Vermächtnisse“

Die Sammlung des Museums entstand durch bedeutende Nachlässe, die von einer tiefen Verbundenheit mit San Daniele del Friuli zeugen. Das Spektrum reicht von der Sammlung Giuseppe Vidonis – bestehend aus Kunstwerken, Einrichtungsgegenständen und Objekten, die das häusliche Umfeld des angesehenen Gelehrten wiederaufleben lassen – über die Schenkung des Gießermeisters Erasmo Contardo mit Medaillen und Schatullen, die Künstlern und Orten Friauls gewidmet sind, bis hin zum Nachlass des Malers Giacinto Gattoli, Schöpfer stimmungsvoller Landschaften sowie von Werken von hohem historischem und künstlerischem Wert. Es handelt sich um eine vielfältige Sammlung, die das Museum bereichert und seine Rolle als Bewahrer des lokalen Gedächtnisses und der kreativen Schaffenskraft stärkt.