Spezifische informationen

    • Montag: von 9:00 bis 12:00 Uhr
    • Dienstag: von 9:00 bis 12:00 Uhr
    • Mittwoch: von 9:00 bis 12:00 Uhr
    • Donnerstag: von 9:00 bis 12:00 Uhr
    • Freitag: von 9:00 bis 12:00 Uhr
  • Ortstyp: Museen

Bildergalerie

Eingebettet in den malerischen Ort Fagagna, bietet das Museum für bäuerliches Leben „Cjase Cocèl“ eine faszinierende Zeitreise und gewährt Einblicke in das ländliche Leben Friauls. Das Museum ist in einem alten Bauernhaus untergebracht – dessen Ursprünge teilweise bis ins 17. Jahrhundert zurückreichen – und trägt den Spitznamen des letzten Hausbesitzers als Namen; so bleibt die Verbindung zu den Wurzeln der Region lebendig.
Das Museum wurde Ende der 1980er Jahre auf Initiative der Gemeindeverwaltung und dank der Großzügigkeit der Einwohner von Fagagna eröffnet, die viele der ausgestellten Objekte stifteten. Das Hauptziel des Museums ist es, das historische Gedächtnis an den Alltag und die bäuerliche Arbeit in Friaul zu bewahren und zu würdigen. Es erzählt von einer Epoche, die vom späten 19. Jahrhundert bis in die 1950er Jahre reicht – also der Zeit vor den tiefgreifenden Veränderungen der 1960er Jahre, die die ländliche Gesellschaft grundlegend transformierten.
Wer die Schwelle von „Cjase Cocèl“ überschreitet, taucht in das bäuerliche Leben vergangener Zeiten ein. Die liebevoll rekonstruierten Räumlichkeiten ermöglichen es, die für ein friaulianisches Bauernhaus typischen Bereiche zu erkunden:
• Küche: das Herzstück des Hauses mit der großen Feuerstelle, um die sich das Familienleben abspielte.
• Speisekammer und Keller: Orte, an denen Lebensmittel und Erzeugnisse des Hofes gelagert wurden.
• Schlafzimmer: schlicht und zweckmäßig, eingerichtet mit historischen Möbeln.
• Getreidespeicher, Stall und Brotbackofen: Zeugnisse des landwirtschaftlichen Lebens und der Selbstversorgung.
Das Museum beschränkt sich nicht nur auf das häusliche Leben, sondern bietet auch eine faszinierende Reise durch die traditionellen Handwerke Friauls. In verschiedenen Räumen demonstrieren lokale Handwerker mit historischen Werkzeugen altes Wissen und handwerkliches Können, darunter:
• Korbflechter und Schmied: Meister der Weidenflechterei und der Eisenverarbeitung. • Der Müller und der Scherenschleifer: zentrale Gestalten der bäuerlichen Gemeinschaft.
• Die Wollspinnerin und die Spitzenklöpplerin: Bewahrerinnen alter Textiltechniken, darunter die Kunst der Klöppelspitze aus Fagagna.
Die Museumsausstellung wird durch Bereiche ergänzt, die verschiedenen Aspekten des bäuerlichen Lebens gewidmet sind:
• Kleidung und Weberei: mit einem historischen Webstuhl und zeitgenössischer Kleidung.
• Dreschplatz (mit Dreschmaschine), Mühle, Schmiede, Wirtshaus und Käserei: allesamt mit funktionstüchtigen Maschinen nachgebildet – für ein interaktives und fesselndes Erlebnis.
• Schulzimmer, Stellmacherei und Bienenmuseum: weitere Zeugnisse des Gemeinschaftslebens und der ländlichen Wirtschaft.